Fragwürdige Fußgängerbrücke in Bischofswerda freigegeben
Nach dem Chaos im Bahnverkehr durch eine provisorische Fußgängerbrücke in Bischofswerda soll sich die Situation nun entspannen. Am Mittag sei die Überführung aus Gerüstteilen nun in Betrieb genommen wurden, teilte die Länderbahn am Freitagvormittag mit. Pünktlich zum nächsten großen Veranstaltungswochenende wurde damit das umstrittene Bauwerk mit einer Woche Verspätung abgenommen.
Die trilex-Züge können somit wieder alle Gleise in Bischofswerda anfahren. Reisende müssen allerdings eine Fitnesskur hinlegen. Um auf den gegenüberliegenden Bahnsteig zu gelangen müssen mehr als 80 Treppenstufen gemeistert werden. Ein barrierefreier Zugang ist bis zum Einbau der neuen Aufzüge nicht vorgesehen.
„Wir empfehlen deshalb Fahrgästen mit körperlichen Einschränkungen, schwerem Gepäck, Kinderwagen oder Fahrrädern ihre Reiseverbindung in den Auskunftsmedien zu überprüfen, ob eine Nutzung der Gleise 2/3 am Bahnhof Bischofswerda in ihrer Reisekette enthalten ist.“, heißt es in einer Mitteilung der Länderbahn. Empfohlen werden nach Möglichkeit Direketverbindungen.
Die Fußgängerbrücke wurde im Auftrag der DB InfraGO errichtet. Am vergangenen Freitag hatte das Provisorium eine bautechnische Abnahme nicht bestanden. Damit konnten die trilex-Bahnen nur noch Gleis 1 anfahren. Es kam zu tagelangen Verspätungen und Zugausfällen.
Am Bahnhof Bischofswerda lässt die Deutsche Bahn bis zum Sommer 2025 zwei neue Aufzüge errichten. Insgesamt 5 Millionen Euro werden dafür investiert.