Freie Fahrt über neue Blockhausbrücke in Görlitz
Der Verkehr über die Görlitzer Blockhausbrücke rollt wieder. Am Vormittag wurden die Sperrschilder beiseite geschoben. Die neue Brücke ist einen Meter höher als ihre Vorgängerin aus dem Jahr 1870. Damit kann der Fahrdraht für die Elektrifizierung der zweigleisigen Strecke vom Neißeviadukt in den Görlitzer Bahnhof gezogen werden.
Der Bau der Brücke hat zwei Jahre und drei Monate gedauert. Insbesondere Lkw-Fahrer mussten aber noch viel länger Einschränkungen hinnehmen. Nach elf Jahren sei nun die Leidensgeschichte zu Ende gegangen, sagte Bauamtsleiter Torsten Tschage. Während der Bauzeit kam es auf der Umleitungsstrecke vor allem in den Hauptverkehrszeiten immer wieder zu Staus. Fußgänger und Radfahrer konnten die Gleise über eine Behelfsbrücke passieren. Sie wurde so konstruiert, dass sie nun in einer Parkanlage im Kidrontal im Stadtteil Königshufen steht.Die neue Blockhausbrücke hat über fünfeinhalb Millionen Euro gekostet. Der Bau war notwendig geworden. Eine Reparatur hätte keinen Sinn gemacht.
Autofahrer können also aufatmen. Aber die nächste Staufalle kommt. Der Kreisverkehr am Kino wird vom kommenden Montag bis zum 4. August teilweise gesperrt. Eine Wasserleitung wird erneuert, teilte heute die Stadtverwaltung mit. Die Kreisel wird aus Richtung Bahnhof in Richtung Schillerstraße gesperrt. Die Umleitung erfolgt durch den Jakobstunnel über die Sattigstraße und weiter über die heute freigegebene Blockhausstraße.Für Fahrzeuge mit einer Höhe über 3,60 m ist eine großräumige Umleitung bereits ab Brautwiesenplatz über Lutherstraße, Biesnitzer Straße, Sattigstraße und Blockhausstraße ausgewiesen. Alle anderen Verkehrsrichtungen im Kreisverkehrs sind von der Sperrung nicht betroffen.
Weitere Zahlen zur Brücke:
Länge: knapp 160 Meter
Breite: 8,55 Meter
Höhe: 11 Meter
