Freie Wähler im Kreis Bautzen „verlässliche Partner auch für Linke und AfD“
Die Freien Wähler im Kreis Bautzen bringen sich vier Monate vor der Kommunalwahl in Position. Sie müssten ihre Parteiunabhängigkeit deutlich machen und zugleich auch verlässliche Partner etwa für Linke, CDU und auch AfD sein, sagte Kreisvorsitzender Roland Dantz gestern beim Neujahrsempfang der Freien Wähler in Bischofswerda. „Ich schließe da auch ausdrücklich das 'Bündnis Sahra Wagenknecht' mit ein“, so Dantz gegenüber unserem Sender. Dantz, der auch Oberbürgermeister von Kamenz ist, knüpfte zwei Bedingungen an eine Partnerschaft mit den drei anderen Parteien: Sie müssten sich „auf demokratischem Pflaster“ bewegen und beide Seiten müssten auch „menschlich miteinander können“. Er ist überzeugt, dass dies ein Erfahrungsprozess sein könne.
Er rief zu einem fairen politischen Diskurs und sprach sich gegen „Bashing“ und „Kontaktschuld“ aus. „Diese Unkultur hat in den letzten Jahren sehr zugenommen. Es ist doch albern, wenn ich neben einem AfD-Menschen stehe oder neben einem Linken, dass ich automatisch dessen Denkweise assimiliere, so Dantz im Interview mit unserem Sender. Rechts- und verfassungswidrige Positionen müssten freilich benannt werden.
Die Freien Wähler im Kreis Bautzen ermunterte er, “über den Tellerrand herauszugucken„ und nicht zu sehr im Kommunalen hängen zu bleiben. “Wir dürfen uns nicht zu Kommunal-Fuzzis machen, sondern uns auch auf Landes- und Bundesebene einmischen„, so seine Botschaft an die “Familie„, wie er die Freien Wähler in der Region bezeichnete.