• Freispruch für den Angeklagten. Links sein Anwalt Thomas Kotré. Foto: Tele-Lausitz (Danilo Dittrich)

    Freispruch für den Angeklagten. Links sein Anwalt Thomas Kotré. Foto: Tele-Lausitz (Danilo Dittrich)

Freispruch erster Klasse für Betreuer aus Pulsnitz

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Die Erleichterung war ihm anzusehen.  Keine Strafe, sondern Freispruch erster Klasse! Ein Krankenbetreuer hat heute das Landgericht Görlitz als freier Mann verlassen. Er wurde vom Vorwurf des Totschlags freigesprochen.

Der Fall führt in ein Pflegeheim in Pulsnitz. Seit 2003 lag dort ein Patient im Wachkoma. Im März vergangenen Jahres wurde er ins Krankenhaus gebracht. Der Arzt stellte einen Harnweginfekt fest. Vor der Rückverlegung in das Heim sei der Pfleger ausdrücklich belehrt worden, dem Patienten Wassertabletten zu geben. Das habe er nicht getan. Das war der Vorwurf der Staatsanwaltschaft . Wenig später verstarb der Patient an Multiorganversagen.

In der Beweisaufnahme blieb vom Vorwurf des Totschlags nicht mehr übrig. Der Vorsitzende Richter bezeichnete die Aussagen in der Anklage als eine „Kette von Missverständnissen“. Der Verteidiger stellte fest: Sein Mandant habe alles richtig gemacht. Er brauche sich nichts vorzuwerfen.

 Der Freispruch ist ein Freispruch erster Klasse. Denn nicht wegen mangels an Beweisen, sondern wegen erwiesener Unschuld wurde der Betreuer aus Pulsnitz rehabilitiert.