Freispruch in Görlitzer Drogenprozess
In dubio pro reo – im Zweifel für den Angeklagten. Das Landgericht Görlitz hat einen polnischen Handwerker vom Vorwurf des Drogenschmuggels freigesprochen. Die Kammer sah keine überzeugenden Beweise, dass er kiloweise Rauschgift von den Niederlanden in seinen Heimat gebracht haben soll.
Konkret ging es in der Anklage um 20 Kilogramm Kokain und acht Kilo Marihuana. In der Verhandlung machte der 37-Jährige keine Angaben. Seine Aussagen bei der Polizei und beim Ermittlungsrichter waren widersprüchlich. So konnte sich das Gericht kein sicheres Bild machen.
Der Verteidiger hatte Freispruch beantragt. Schuldig – so das Plädoyer der Staatsanwaltschaft. Die Anklage verlangte sechseinhalb Jahre Gefängnis. Wahrscheinlich geht der Fall in die nächste Instanz.