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Freistaat verdoppelt Erstaufnahme-Plätze für Flüchtlinge

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Der Freistaat will aufgrund der stark steigenden Zahl der Asylbe­werber insge­samt 13.500 Erstauf­nahme-Plätze schaffen. Das kündigte am Mittag Minis­ter­prä­si­dent Stanislaw Tillich an. Ursprüng­lich geplant waren 5000 Plätze. Nun werden 10.000 Plätze, und eine Reserve von weiteren 3.500 Plätzen einge­richtet. Sachsen rechnet nach neuesten Prognosen mit fast 41.000 Flücht­lingen in diesem Jahr. Die Erstauf­nahme-Einrich­tungen bleiben auf Dresden, Leipzig und Chemnitz plus Schnee­berg konzen­triert, sagte Tillich. Er ergänzte, dass auch Zwickau eine Erstauf­nahme-Einrich­tung erhält. Wo diese in Zwickau sein wird, blieb offen.Die Landes­re­gie­rung will die Landkreise und Kommunen zudem mit insge­samt 60 Millionen Euro unter­stützen. Um Verfahren zu beschleu­nigen, will die Regie­rung das Personal in Auslän­der­be­hörden aufsto­cken, u.a. mit pensio­nierten Beamten.Tillich sagte, es handle sich um eine Aufgabe für die gesamte Gesell­schaft: Man müsse Nächs­ten­liebe nicht nur predigen, sondern auch leben. Daran wird auch Sachsen gemessen, so Tillich. Wirtschafts­mi­nister Dulig ergänzte: "Sachsen ist nicht überfor­dert. Wir sind gefor­dert. Wir schaffen das."Geplant ist auch ein einheit­li­ches Inter­net­portal zum Thema Asyl auf der Website des Freistaates: http://www.asylinfo.sachsen.de