Fusionsvertrag VVO-ZVON: Bahnangebot soll grundsätzlich erhalten bleiben
Eine Region, aber zwei Verkehrsverbünde. Die Oberlausitz ist geteilt. Mitten durch den Landkreis Bautzen verläuft eine Tarifgrenze – im Osten hat der ZVON das Sagen, im Westen der VVO. Das soll sich ändern – durch eine Fusion der beiden Verbünde zum „Verkehrsverbund Ostsachsen. Die Vertragsentwürfe wurden ausgehandelt. Sie liegen uns vor.
Demnach soll Dresden Sitz des neuen Verbandes sein und in Bautzen eine Außenstelle. Beide Seiten streben zeitnah einen einheitlichen Verbundtarif an “mit attraktiver Preisstruktur„. Das Bahnangebot, so wie es derzeit ist, soll “grundsätzlich„ so bleiben. “Gegebenenfalls erforderliche Anpassungen müssen regional erfolgen.„
Was wird mit den grenzüberschreitenden Verbindungen von Görlitz nach Polen und von Zittau nach Tschechien? Da heißt es: Sie sollen angemessen und nutzerorientiert in das neue Tarifsystem integriert werden.
Und wie sieht es mit den Schmalspurbahnen aus? Gibt es zu ihrer Zukunft klare Aussagen? Der neue große Verbund will aktiv für deren Erhalt arbeiten. Nicht explizit aufgeführt im Entwurf ist die Waldeisenbahn Muskau.
Die Kreistage Görlitz und Bautzen sowie der Görlitzer Stadtrat sollen in diesem Monat über die Fusion entscheiden und danach – am 27. Juni – die ZVON-Verbandsversammlung.