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Gefälschten Impfausweis besorgt - Geldstrafe für Kirschauer

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Ein Kirschauer hat sich mit einem gefälschten Impfausweis ein Corona-Zertifikat erschlichen. Der 60-Jährige wurde dafür heute im beschleunigten Verfahren zu einer Geldstrafe von 1.600 Euro  verurteilt. Das Amtsgericht Bautzen sprach ihn der Urkundenfälschung schuldig.

Der Angeklagte wollte verreisen und auf Nummer sicher gehen. Er besorgte sich das Dokument von einer Person aus der südlichen Oberlausitz. Roß und Reiter wollte er  nicht nennen und schmunzelte dabei.  Er zeigte den Impfausweis in einer Apotheke in Schirgiswalde-Kirschau vor. Die Angestellte wurde stutzig, weil die Chargennummern für die zwei  Impfungen nicht sofort in das Computersystem eingelesen werden konnten. Sie stellte dennoch das Zertifikat aus, rief anschließend bei der Ärztin in Wilthen an. Es kam heraus, dass der Angeklagte weder von ihr geimpft wurde noch ihr Patient war. Daraufhin erstattete die Apothekerin Anzeige. Bei der Wohnungsdurchsuchung des Kirschauers fand die Polizei zwei  Impfausweise.

Der Angeklagte räumte die Tat ein. Die Strafe werde ihm eine Lehre sein. Richter Ralph Nimphius sprach von einer klaren Ansage. Das Urteil sei ein Signal: „Hört auf mit dieser Schei…“.