Gegen die Flaute: „Arbeitsurlauber“ für Senftenberg
Senftenberg könnte „Arbeitsurlauber“ an den winterlichen See locken und damit die touristische Nebensaison beleben. Studenten der Hochschule Zittau/Görlitz schlagen vor, speziell für die Winterzeit Angebote für Menschen zu entwickeln, die fernab ihrer Büros mobil arbeiten. So könnte der Familienpark am Senftenberger See zum Rückzugsort für Kopfarbeiter werden. „Wenn du hier rauskommst, kannst du abschalten und hast nicht den Großstadttrubel“, findet Alea Hemmo.
Ziel ist es, die touristische Flaute in den kalten Monaten zu überbrücken. Im vergangenen Jahr wurden in Senftenberg 364.000 Übernachtungen gebucht – die meisten in der Hauptsaison. Gäste blieben durchschnittlich vier Nächte.
Der seit 2024 gültige Kurbeitrag spülte in seiner zweiten Saison rund 550.000 Euro in die Stadtkasse. Urlauber erhalten für den Obolus an die Stadt eine Gästekarte. Damit können sie Angebote mit Rabatt oder zum Null-Tarif nutzen, so z. B. in den Sommerferien einen kostenlosen Busshuttle vom See in die Stadt.
Übersetzung für die im nachfolgenden im Audio-Beitrag verwendeten Begriffe:
„Workation“
Damit ist ein Arbeitsmodell gemeint. Er oder sie sind nicht im Büro der Firma, sondern an einem Ort, an dem andere Menschen gewöhnlich Urlaub machen.
„Remote-Arbeiter“
Fernarbeiter. Er hat den Luxus, dass er ortsunabhängig tätig sein kann, z.B. in einer Ferienanlage. Wer häufig wechselnde Arbeitsorte (hwA) hat, wird gelegentlich auch als „digitaler Nomade“ bezeichnet. Das kann auch abwertend verstanden werden.
„Me-Time“
Ich-Zeit. Das Wort ist selbsterklärend.
