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Gemischte Gefühle zu den neuen Gastro-Regeln

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Gastronomen in der Oberlausitz können ab Sonntag ihre Lokale wieder länger öffnen. Mit der neuen Corona-Notfallverordnung wird die Sperrstunde aufgehoben. Außerdem gilt die 2G-Regel. Zumindest so lange, wie die Überlastungsstufe in den Kliniken nicht erreicht ist. Doch die neuen Vorgabene stoßen auf ein geteiltes Echo.

Ein erster Schritt in die richtige Richtung, meint Bodo Siegert vom Bautzener Mönchshof. „Wir haben jetzt drei Tage geöffnet - immer Freitag, Samstag und Sonntag - dennoch wird das Lokal durch die neuen Regel nicht komplett gefüllt sein.“ Rund 70 Prozent der Gäste seien Touristen, die in diesen Tagen noch fehlen. Dennoch bleibt Siegert zunächst optimistisch: „Wir wollen es auf jeden Fall probieren. Mal schauen, ob die Gäste jetzt lockerer drauf sind. Aktuell sind die Leute einfach verunsichert durch die sich ständig neuen Bedingungen.“

Nicht so optimistisch ist dagegen Christoph Zschornack vom Ratscafé in Görlitz. Bei ihm bleiben die Stühle auch weiterhin hochgestellt. Er ist mit seinem Lokal ebenfalls auf die Besucher in der Stadt angewiesen. Allerdings seien die Hotels aktuell fast leer – kaum Neubuchungen werden registriert. Damit bleiben auch die Gäste im Café aus. „Man sieht bei den Regeln auch gar nicht mehr durch. Deshalb werde ich mein Lokal voraussichtlich bis Anfang oder Mitte März geschlossen lasse, bis sich die Lage wieder etwas normalisiert hat.“ - erklärt Zschornack. Ein wirtschaftlich sinnvoller Betrieb sei auch mit den neuen Regeln nicht möglich.