Georgischer Taxifahrer zu Gefängnisstrafe verurteilt
Ein georgischer Taxifahrer hat im Februar dieses Jahres vier Türken nach Deutschland eingeschleust. Nun hat er dafür die Quittung bekommen. Das Landgericht Bautzen verurteilte ihn in zweiter Instanz zu zwei Jahren und zehn Monaten Gefängnis – und zwar wegen menschengefährdender Schleusung. Damit wurde das Urteil des Amtsgerichts bestätigt.
Der 22-Jährige hatte sich im Februar auf der A 4 eine rund 140 Kilometer lange Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Sie endete in Bautzen an einem Baum. Einer der vier geschleusten Türken wurde lebensgefährlich verletzt. Er konnte durch eine Not-OP gerettet werden. Der Angeklagte raste mit 160 Kilometer pro Stunde über die damals winterliche Autobahn und versuchte seine Verfolger abzuschütteln. Mehr als eine Stunde dauerte die Flucht.
Er wollte sich mit der Schleusung 1.000 Euro verdienen, angeblich für eine 20.000 Euro teure OP seiner schwerkranken Mutter. Bereits in erster Instanz ordnete das Amtsgericht eine dreijährige Führerscheinsperre für den zuletzt in Warschau lebenden Georgier an. Gegen das Urteil im August legte der Angeklagte Berufung ein.