• Der Angeklagte - in der Hand eine murmelgroße Hartgummikugel. Im Hintergrund sein Anwalt. Foto: kmk

Gericht stellt Prozess gegen Arzt aus Sohland/Spree ein

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Das Amtsgericht Bautzen hat das Strafverfahren gegen einen Arzt aus Sohland/Spree eingestellt – gegen Zahlung von 5.000 Euro. Der 66-Jährige hatte sich im Internet (Name der Seite „Migrantenschreck“) zwei erlaubnispflichtige Gasdruck-Revolver mit 50 Schuss Hartgummimunition besorgt – für seine Geburtstagsparty. Damit schossen seine Gäste auf Tiegel.

Der Mediziner konnte dem Richter glaubhaft machen, dass er nicht vorsätzlich gehandelt hat. Dem Arzt – selbst seit über 25 Jahren Mitglied in einem Schützenverein und Inhaber eines Waffenscheins – war nicht bewusst, dass Heißgas-Revolver auch unter das Waffengesetz fallen. " Ich dachte, dass ich da eine Art Spielzeug gekauft habe", sagte er. Das "Spielzeug" kostete rund 600 Euro.