Gestohlen oder weggelegt? Prozess um Ü-Ei wird Fall für Landgericht Görlitz
Die sächsische Justiz beschäftigt sich schon seit mehr als einem Jahr mit einem Überraschungsei – und ein Ende des Falls ist nicht absehbar. Ein 36-Jähriger soll das Schokoladen-Ei in einem Einkaufsmarkt in Weißwasser gestohlen und dabei die Verkäuferin beiseite gestoßen haben.
In dieser Woche fiel das Urteil: Ein Jahr und einen Monat. Ein Verbrechen, weil ein räuberischer Diebstahl, wenn auch im minderschweren Fall, urteilte das Amtsgericht Weißwasser und bezog noch eine andere Tat – eine Nötigung – mit ein. Der Verteidiger kündigte Berufung an. Sein Mandant habe zwar das Ü-Ei aus dem Regal genommen, an der Kasse aber wieder weggelegt, weil sein Geld nur für Brötchen und Cola reichten.
Nun wird das 69 Cent teure Überraschungsei ein Fall wird das Landgericht Görlitz.