Geteiltes Echo auf Kraftwerks-Ausstiegspfad
Der Zeitplan zur Abschaltung der Kohlekraftwerke in der Lausitz ist auf ein geteiltes Echo gestoßen. Betreiber Leag äußerte sich verhalten. Man sei mit der Bundesregierung weiterhin in konstruktiven Gesprächen.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sprach sich dafür aus, dass grundsätzlich alle Standorte die Möglichkeit bekommen sollten, Gaskraftwerke zu errichten. „Das wäre sehr sinnvoll, weil die Infrastruktur, also Stromnetze, schon vorhanden ist“.
Spree-Neiße-Landrat Altekrüger bewertete den Zeiplan positiv. Es müssten nun aber dringend neue Ersatzindustrie-Arbeitsplätze geschaffen werden. Bundesminister Peter Altmaier habe bei einem Besuch in der Lausitz gesagt, erst würden neue Arbeitsplätze geschaffen und dann die Kraftwerke abgeschaltet. Im Moment laufe es anders herum, kritisierte Altekrüger.
Dagegen kritisierte die Grüne Liga den Abschaltplan. Ein Sprecher bezeichnete den Ausstiegspfad als klimapolitisches Einknicken der Bundesregierung vor den Kraftwerksbetreibern. Der Plan beende jedoch die Diskussion um neue Abbaugebiete in der Lausitz.