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Haftbefehl gegen Todesfahrer von Lauchhammer erlassen

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Nach dem Tod eines Dresdener Polizisten in Lauchhammer ist heute Haftbefehl wegen Mordes gegen einen 37-jährigen Polen erlassen worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Cottbus mit. Er soll den 32-jährigen Oberkommissar überfahren haben, kurz bevor er einen Nagelgurt über die Straße ziehen wollte. Der Fahrer saß am Steuer eines sogenannten Pilotfahrzeuges. Er sollte die Route für den gestohlenen Jeep absichern. Gegen drei weitere Polen, die im Zusammenhang mit dem Einsatz in Lauchhammer festgenommen wurden, stellte die Staatsanwaltschaft Haftantrag. Das teilte die Behörde in Niedersachsen mit. Gegen sie wird wegen bandenmäßigen Autodiebstahls in mehreren Fällen ermittelt.

Die Zivilstreife aus Sachsen hatte gestern einen gestohlenen Jeep Grand Cherokee nach Brandenburg verfolgt. In Lauchhammer sollte der Wagen angehalten werden. Der 32-jährige Oberkommissar stieg aus. Er stand hinter der Fahrertür. Wenige Sekunden später stieß das Begleitfahrzeug, das die Fluchtroute absichern sollte, gegen den zivilen Streifenwagen. Der Polizist verstarb an Ort und Stelle. Ob der Fahrer absichtlich Gas gab, ist noch unklar.  

Als Zeichen der Trauer sind die Flaggen in Sachsen an allen Dienstgebäuden der Behörden und im Regierungsviertel in Dresden heute auf Halbmast gesetzt. Auch im Land Brandenburg gilt Trauerbeflaggung. Einsatzfahrzeuge der Polizei fahren mit Trauerflor.

Der getötete Oberkommissar aus Sachsen hinterlässt eine Freundin mit Kind. (kmk mit dpa)

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Staatsanwalt Martin Mache