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Glaswerkschließung in Drebkau abwenden - Politik will Druck machen

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Im Glaswerk in Drebkau im Spree-Neiße-Kreis sollen die Lichter ausgehen. Das wollen Stadt, Landkreis und Land verhindern. Sie haben sich auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt und werden sich an die Konzernleitung im niedersächsischen Nienburg wenden, um mit Nachdruck für einen Weiterbetrieb zu werben, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Sie wollen sich zugleich für eine Senkung der Energiepreise und einen Resilienzbonus für die Glasindustrie einsetzen, und zwar beim Bund. Eine Schließung des Betriebes sei ein negatives Signal für die hiesige Wirtschaft, so Landrat Harald Altekrüger.

„Vorbehaltlich der Abstimmung mit dem Betriebsrat beabsichtigen wir, unser Werk in Drebkau mit 163 Mitarbeitern komplett zu schließen“, teilte die Ardagh Glass Packaging Deutschland mit. Das Werk in Drebkau gehört zu der Unternehmensgruppe. Als „Reaktion auf die Marktbedingungen“ würden Kapazitätsreduzierungen in einigen Glaswerken geprüft, da die geringere Nachfrage zu Überkapazitäten führe, so das Unternehmen „Leider reicht das Instrument der Kurzarbeit nicht mehr aus, um den konjunkturellen Einbruch abzufedern.“

In Deutschland betreibt die Ardagh Gruppe zahlreiche Glaswerke, die Behälter vom kleinen Babybrei-Glas bis zur großen Spirituosenflasche herstellen. (kmk mit dpa)