Görlitz hält an Sanierung der Stadthalle fest - weiterer Beschluss gefasst
Der Görlitzer Stadtrat hält an der rund 40 Millionen Euro teuren Sanierung der Stadthalle fest. Er hat am Abend mit großer Mehrheit einen weiteren Beschluss gefasst. Nur acht Bürgervertreter stimmten dagegen.
Die Görlitzer Kulturservicegesellschaft wird die Sanierung begleiten, und zwar als potentieller Betreiber. Dazu schließt die Stadtverwaltung einen Dienstleistungsvertrag mit ihrer Tochtergesellschaft ab. Die Kulturservice GmbH wird dem Stadtrat bis Ende dieses Jahres ein Betriebskonzept vorlegen. Die neue Aufgabe der Gesellschaft soll aus dem Gewinn der KommWohnen GmbH finanziert werden. Das ist ebenfalls eine Tochtergesellschaft der Stadt.
Dem Beschluss war eine leidenschaftliche und kontroverse Debatte vorausgegangen. Fünf Stadträte hatten gefordert, dass Görlitz auf die zugesagten 36 Millionen Euro von Bund und Land für die Stadthalle verzichtet. Es sei moralisch nicht vertretbar, wenn während der schwersten Krise nach dem Zweiten Weltkrieg Steuermittel für ein Wunschprojekt mit unbestimmten Folgekosten verwendet werden. Die Halle sollte vorerst nur gesichert werden.
Dagegen plädierte Oberbürgermeister Octavian Ursu für das Projekt. Gerade in der jetzigen Situation müsse die Stadt investieren. Die Sanierung der Stadthalle sei eine richtige Entscheidung im Sinne der Stadt.