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Görlitz ist um einen Schatz reicher

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Görlitz ist um einen Schatz reicher: Es handelt sich um eine Wandma­lerei aus dem 16. Jahrhun­dert. Sie wurde beim Umbau des Schwib­bogen-Hauses am Obermarkt entdeckt. Restau­ra­toren haben die erstaun­lich gut erhal­tenen Bilder zum großen Teil freige­legt. Die Wandma­le­reien stammen vermut­lich von verschie­denen Malern. Denkmal­pfleger Peter Mitsching schätzt, dass die Bilder zwischen 1540 und 1550 entstanden. Sie sind vergleichbar mit Gemälden der Cranach-Schule in der Kamenzer Marien­kirche, der Luther­halle Witten­berg oder im Germa­ni­schen Natio­nal­mu­seum Nürnberg. Die Wandge­mälde überdau­erten die Zeit und sind in einem erstaun­lich guten Zustand. "Ein Glücks­fall", freut sich Mitsching. Der Raum mit den mittel­al­ter­li­chen Wandma­le­reien soll künftig als Frühstücks­raum für ein Hotel genutzt werden. Ursprüng­lich wollte der Bauherr eine Wohnung einrichten. "Mit der jetzigen Lösung bleibt die Wandma­lerei auch für die Öffent­lich­keit zugäng­lich", so Archi­tekt Wolfgang Kück. 

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Reporter Knut-Michael Kunoth