++ EIL ++

Görlitz peilt neues Millionenprojekt an

Zuletzt aktualisiert:

Görlitz peilt das nächste Millionenprojekt an. Das Land kauft das ehemalige Kondensatorenwerk. Die Industriebrache wird abgerissen und direkt an der Neiße der Neubau für das internationale Forschungsinstitut „Casus“ errichtet. Wissenschaftler aus aller Welt sollen dort Antworten  auf komplexe Fragen der Energiewende und des Klimawandels finden. Die Ersten beziehen in den nächsten Wochen ein Gebäude am Görlitzer Untermarkt und bleiben dort, bis der Neubau an der Neiße steht.

Es sind ganz verschiedene Fragen, auf die „Casus“ Antworten will. Zum Beispiel: Wie wirkt sich das Klima auf unsere Umwelt aus? Wie entstehen Planeten? Oder das autonome Fahren. Auch ein weites Feld. Dabei gilt das Motto: Einer für alle, alle für einen. Das heißt: Die Wissenschaftler forschen nicht allein für sich im stillen Kämmerchen, sondern sie betreiben interdisziplinären Forschung.

 Sie werden so wie ein Staubsauger die enorme Datenflut aus den einzelnen Wissenschaftsbereichen aufsaugen und mit Hilfe moderner Technologien aufbereiten. Dafür stehen ihnen Hochleistungs-Computer und innovative Software-Methoden zur Verfügung. 

Mathematiker, Computer- und Datenwissenschaftler, Systembiologen und Experten für Künstliche Intelligenz werden in Görlitz zusammenarbeiten. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sieht in dem Institut einen Leuchtturm. „Das Institut ist ein Nukleus. Wir schaffen dort Kapazitäten, die in der deutschen Forschungslandschaft gebraucht werden“, sagte sie uns.

Das Kürzel „Casus“ steht für „Center for Advanced Systems Understanding“, also für „Zentrum für fortgeschrittenes Systemverständnis“.

Audio:

Bürgermeister Michael Wieler