Görlitz: Weiter angespannte Lage entlang der Neiße
Angespannte Lage weiterhin entlang der Neiße: Neuer Regen lässt in Zittau die Pegel wieder anschwellen. Laut dem Katastrophenstab in Niesky steht das Neißewasser derzeit 4,37 Meter hoch - Tendenz steigend. In Görlitz unterdessen, wo der Pegel momentan bei 6,95 Meter liegt, hat die Flutwelle des auf polnischer Seite gebrochenenen Witka-Dammes die Stadt passiert. Die Welle bewegt sich nun langsam nördlich in Richtung Bad Muskau. Dort soll sie zwischen 8 und 10 Uhr eintreffen. Nach Informationen des Energieversorgers werden die Ortslagen entlang der Neiße vor einer Überflutung unangekündigt vom Stromnetz getrennt.
Flussabwärts sind vorsorglich eine Behinderteneinrichtung in Rothenburg und ein dazu gehöriges Altenheim in Klein Priebus evakuiert worden. 300 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Auch ein Wohngebiet in Görlitz-Weinhübel wurde geräumt.
Unterdessen sichert die Feuerwehr einen Brückenneubau bei Sagar. Dort droht eine Behelfskonstruktion von den Wassermassen mitgerissen zu werden.
Über mögliche Verletzte lagen dem Katastrophenstab bislang keine Angaben vor. Eine zweite Flutwelle aus Zittau soll im Laufe des Morgens Görlitz passieren und sich ihren Weg Richtung Norden bahnen.