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Görlitzer Filmakademie soll in einem Jahr starten

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Die Pläne für eine Filmakademie in Görlitz werden konkret. In einem Jahr sollen die ersten zwölf bis 18 Studenten ausgebildet werden. Filmwirtschaft und Hochschule Zittau-Görlitz wollen in den nächsten Wochen Ausbildungsziele und – inhalte festlegen.  Die Akteure trafen sich heute in Görlitz.

Nicht im Rathaus, auch nicht in einem Hotel, sondern im Kaufhaus kamen die Initiatoren und künftigen Partner zusammen. Dort wurde vor mehr als sechs Jahren der Hollywood-Streifen „Grand Budapest Hotel“ gedreht. 13 Hollywood-Stars standen vor der Kamera und viele, viele Filmleute dahinter.

Um  sie geht es   - die Beleuchter, Bühnenbauer, Requisiteure und anderen Gewerke. In der aufstrebenden Filmbranche werden immer mehr von ihnen gebraucht. In Görlitz sollen sie aus- und weitergebildet und damit eine Lücke geschlossen werden, so Peter Badel von der Filmuniversität „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg: „Das, was die Filmindustrie am meisten braucht, nämlich Leute, die für den Film brennen, gern im Team arbeiten und die ihren Job handwerklich auf höchstem Niveau können, die wollen wir in Görlitz ausbilden“.

Die Idee für die Filmakademie in Görlitz hatte Stefan Arndt ins Gespräch gebracht, der Produzent von „X Filme“ und der Serie „Babylon Berlin“. Die Digitalisierung habe einen Aufschwung für die Branche gebracht. „Dafür brauchen wir Menschen vor allem vor Ort, die sich auskennen, die die Sprache sprechen und die Sachen organisieren können, mit den Menschen, die dort leben“, sagte uns Arndt.

In die Filmakademie will sich auch die Hochschule Zittau/ Görlitz einbringen.  Sie sei thematisch vielseitig aufgestellt, so Rektor Alexander Kratzsch: „Denkbar ist z.B. das spezifische Zuschneiden von Ausbildungsabschnitten speziell auf die Filmbranche, so etwa in der Elektrotechnik, aber auch bei Management“.

Eine Arbeitsgruppe wird in den nächsten Wochen Konzepte für Kurse aufstellen.   Unterdessen will der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu um Geldgeber werben  - in erster Linie hofft er auf Fördermittel vom Land.  Wenn die Finanzierung steht, soll ein geeignetes Gebäude für die Filmakademie gesucht werden.

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Reporter Knut-Michael Kunoth