• Auf einen Menschen kommen rund 57 Milliarden Fadenwürmer. Foto: Astrid König/ Senckenberg

    Auf einen Menschen kommen rund 57 Milliarden Fadenwürmer. Foto: Astrid König/ Senckenberg

  • Bei allem wissenschaftlichen Ernst - Spaß muss auch sein. Quelle: Comic auf der Internetseite der Görlitzer Senckenberg-Forscherin

    Bei allem wissenschaftlichen Ernst - Spaß muss auch sein. Quelle: Comic auf der Internetseite der Görlitzer Senckenberg-Forscherin

Görlitzer Forscherin macht verblüffende Entdeckung

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Die Görlitzer Senckenberg-Wissenschaftlerin Karin Hohberg hat gemeinsam mit einem internationalen Forscherteam eine verblüffende Entdeckung gemacht. In den Böden der Arktis und Subarktis leben mehr Fadenwürmer als in wärmeren Zonen der Erde. Sie könnten das globale Klima zusätzlich anheizen.

Die Wissenschaftler nahmen weltweit rund 6.800 Bodenproben. Sie fanden heraus, dass fast 39 Prozent der Fadenwürmer in den kalten Zonen Nordamerikas, Skandinaviens und Russlands vorkommen. Solange Frost herrscht, halten die Winzlinge still. Wird es aber wärmer und weicht der Boden auf,  kommen sie in Fahrt. Sie setzen dann zunehmend Kohlenstoff frei, das als Treibhausgas zu einem Temperaturanstieg führen kann, vermutet die Görlitzer Wissenschaftlerin.

Übrigens: Auf einen Menschen kommen hochgerechnet 57 Milliarden Fadenwürmer. Alle Würmer zusammen bringen 300 Millionen Tonne auf die Waage. Das entspricht 80 Prozent der Masse der Weltbevölkerung. Auch das haben die Wissenschaftler ermittelt.

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Reporter Knut-Michael Kunoth