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Görlitzer Hausmeister gesteht Mord an Sparkassen­an­ge­stellter

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Vor dem Landge­richt Görlitz hat am Vormittag der Mordpro­zess gegen einen 57-jährigen Hausmeister begonnen. Der Angeklagte räumte in einer von seiner Vertei­di­gerin verle­senen Erklä­rung die Tat ein. Zum Motiv konnte er keine Angaben machen.

Die Staats­an­walt­schaft wirft dem Görlitzer vor, eine 49-jährige Sparkas­sen­an­ge­stellte in ihrer Wohnung auf grausame Weise umgebracht zu haben. Er habe wissen wollen, wie es sich anfühle, einen Menschen sterben zu sehen.

Beide lebten seit 14 Jahren unter einem Dach in einem Mehrfam­li­en­haus an der Konsul­straße in Görlitz. Der Hausmeister genoss das Vertrauen der Frau, goss die Blumen, schaute nach dem Rechten, wenn sie und ihr Mann im Urlaub waren. 2009 wurde ihm ein Bein amputiert. Seitdem habe er über den Verlust sozialer Kontakte geklagt, er sei frustriert gewesen, so seine Vertei­di­gerin. Der gelernte Tierpfleger traf sich regel­mässig mit der Frau, sprach über seine Probleme, sie über ihre.

Am Tattag sollte er bei ihr eine Glühbirne wechseln. Er habe die Lampe übergeben und dann ein Messer gezückt. Die Frau war zur Gegen­wehr nicht fähig. Der Prozess wird zur Stunde mit der Beweis­auf­nahme fortge­setzt.

Die Tat am Vorabend des Refor­ma­ti­ons­tages im vergan­genen Jahr sorgte wegen der beson­deren Bruta­lität weit über die Grenzen von Görlitz hinaus für Aufsehen. 

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Reporter Knut-Michael Kunoth