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Görlitzer Kaufhausprojekt steht auf der Kippe - Stadt sichert Unterstützung zu

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Seit Jahren warten die Görlitzer auf ihren neuen Kaufhauskomplex, bestehend aus dem City Center Frauentor und dem Kaufhaus Görlitz. Wie uns Investor Winfried Stöcker mitteilte, könnte der Kaufhaustraum nun platzen. Die Denkmalbehörde genehmige nicht die Bebauungspläne. Es geht um zwei Häuser, die Stöcker zusätzlich erworben hat. Er will sie abreißen. Stöcker will Platz schaffen  für eine Lieferzufahrt und ein Parkhaus.

„Wenn ich da die Zufahrt nicht hinbauen kann, dann lassen wir die Finger von dem Görlitzer Projekt.“ sagte uns der Unternehmer. Er habe die Objekte nicht gekauft, um der Stadt zwei Bürgerhäuser zu erhalten, sondern um dieses Projekt verwirklichen zu können,  so der Investor weiter.

Die Denkmalbehörde möchte die zwei Häuser dagegen erhalten. Inzwischen hat sich der Unternehmer an die Stadt Görlitz gewandt. Zusammen mit deren Entscheidungsträgern soll eine zeitnahe Lösung gefunden werden. Bereits im August 2018 hatte der Görlitzer Stadtrat grünes Licht für die Aufstellung des Bebauungsplanes gegeben. Oberbürgermeister Octavian Ursu sagte uns auf Anfrage, dass auch die Stadt Görlitz weiterhin an der Verwirklichung des Projekts interessiert ist. „Deshalb stehen wir im engen Kontakt mit dem Landesamt für Denkmalpflege - und ich weiß, dass auch das Landesamt hinter dem Projekt steht.“ - so Ursu. Die Stadt Görlitz möchte auch weiterhin als Vermittler fungieren. „Es müsse nun weiter geschaut werden, dass die Interessen beider Seiten zusammenpassen“ - so der OB weiter.

Der aus der Oberlausitz stammende Stöcker hatte bereits 2013 das Görlitzer Kaufhaus erworben. Dem 73-Jährigen gehörte bis vor drei Jahren die Medizintechnik-Firma Euroimmun. Sie hat die ersten zwei europaweit zertifizierten Corona-Tests entwickelt.  Im Labor ist Stöcker noch immer tätig.

Audio:

Kaufhausinvestor Winfried Stöcker zur Problematik
OB Octavian Ursu zur Zukunft des Kaufhausprojekts