Görlitzer Krematorium am Limit - "Es darf nicht noch schlimmer werden"

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Immer mehr Tote durch Corona –  nicht nur im Krematorium in Zittau stauen sich inzwischen die Särge.  Auch in Görlitz sind die Kühlräume voll. Särge stehen auf Gang und Flur. Mitarbeiter und Technik seien am Limit, sagte uns Friedhofschefin Evelin Mühle. 

Gestern wurden 27 Verstorbene   gebracht. Normalerweise sind es sieben bis neun an einem Tag. Die vier Beschäftigten im Görlitzer Krematorium machen Überstunden. Sie sind von 6 bis 21 Uhr am Ofen. "Wir haben jetzt 15 bis 17 Einäscherungen am Tag", berichtet Mühle. So wird es wohl auch in den nächsten Tagen weitergehen. Es dürfe aber nicht noch schlimmer werden, warnt die Görlitzer Friedhofschefin.

Im Görlitzer Krematorium sind in diesem Monat schon 257 Verstorbene eingeäschert worden. Normalerweise sind es rund 110 pro Monat.