Görlitzer lässt Kaninchen und Kanarienvögel verhungern
Ein Görlitzer hat seine Kaninchen und Kanarienvögel verhungern lassen. Heute stand er vor Gericht. Die Strafe: 100 Stunden gemeinnützige Arbeit. Der Angeklagte räumte den Vorwurf ein. Er hatte die Tiere in seiner Datsche in einer Kleingartensparte gehalten. Das war nicht erlaubt.
Der Görlitzer war dem Alkohol verfallen, wollte loskommen von der Wodka-Flasche. So habe er sich in seine Wohnung eingeschlossen und – wie er sagte – den Junior beauftragt, für Kaninchen und Kanarienvögel zu sorgen, was der Sohn aber offenbar nicht tat. Ein Gartennachbar erstattete Anzeige. Das Veterinäramt wurde aktiv. Die Tiere lagen tot in den Käfigen, einige schon verwest, der Boden voller Kot und Urin.
Der Richter berücksichtigte die Lebenssituation des Mannes. Die Frau hatte sich von ihm getrennt, ein Sohn wurde inhaftiert, die Tochter fiel vom Fensterbrett. Das Verfahren wurde vorläufig eingestellt. Sollte der Görlitzer der Arbeitsauflage nicht nachkommen, wird der Fall wieder aufgenommen.