Görlitzer Landrat kündigt Theater-Arbeitskreis an

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Ein Aufschrei geht derzeit durch die Theaterszene im Kreis Görlitz. Künstler und Publikum sind verunsichert, verstört. Auslöser ist ein Papier, ein Gutachten zur Theaterlandschaft in der Oberlausitz, das vor einigen Tagen hinter verschlossenen Türen vorgestellt wurde. Landrat Bernd Lange ist bemüht, die überschäumenden Wogen zu glätten. Und er weist den Vorwurf der mangelnden Transparenz zurück.

Kahlschlag und Todesstoß  - das sind nur zwei markige Worte als Reaktion auf das Gutachten.Darin wird vorgeschlagen, die Neue Lausitzer Philharmonie mit dem Orchester des Sorbischen Nationalensembles zu fusionieren, das Görlitzer Musiktheater aufzulösen  und  die Schauspielsparten von Bautzen und Zittau zusammenzulegen.

Das ist keine Option für den Görlitzer Landrat Bernd Lange. Er will dafür kämpfen, dass die beiden Theaterstandorte in Görlitz und Zittau erhalten bleiben.   Lange kündigte die Bildung eines Arbeitskreises an. Die Mitglieder - Intendanz, Vertreter des Aufsichtsrates und Kreisräte - sollen  u.a. prüfen,  in welchen Bereichen mehr Effizienz notwendig und möglich ist.

Die Gruppe  soll bis Ende dieses Jahres Vorschläge vorlegen. Darüber wird der Kreistag voraussichtlich Anfang 2022 entscheiden.  Außerdem will sich der Görlitzer Landrat in Dresden dafür einsetzen, dass der Kulturpakt fortgesetzt wird.

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Reporter Knut-Michael Kunoth