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Görlitzer Mordprozess unterbrochen - Angeklagte erkrankt

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Die Plädoyers im Görlitzer Mordprozess werden voraussichtlich erst im November gehalten. Grund: Die Angeklagte ist erkrankt. Der heutige Verhandlungstag wurde deshalb kurzfristig abgesagt. Ob die 24-Jährige schon zum nächsten Termin in der kommenden Woche wieder gesund sein wird, ist noch nicht absehbar. Sollte sie mehr als drei Wochen fehlen, müsste der Prozess neu aufgerollt werden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr und ihrem Ex-Freund vor, einen 24-jährigen Nieskyer aus Habgier und Heimtücke ermordet zu haben.

Das Pärchen hatte vor, den kleinen Sohn der Angeklagten zu entführen und mit ihm über die tschechische Grenze zu flüchten. Dafür brauchten die Beiden Geld und ein Auto. Das hatte der später ermordete Nieskyer. Die Angeklagte gab zu, ihn in ihre Wohnung gelockt und betäubt zu haben. Seinen Tod will sie aber nicht gewollt haben, ließ die 24-Jährige vergangene Woche durch ihren Verteidiger erklären. Ihr ehemaliger Freund hatte schon eher sein Schweigen gebrochen. Der 34-Jährige nahm die Verantwortung auf sich, will die Tat aber nicht geplant haben.