Görlitzer OB weiter in Sorge um Bombardierwerk
Oberbürgermeister Siegfried Deinege hat weitere Verhandlungen zur Zukunft des Görlitzer Bombardier-Standortes gefordert. Nach dem jetzigen Stand seien nur 800 Arbeitsplätze gesichert. Die angekündigten Investitionen in Höhe von acht Millionen Euro bezeichnete Deinege als Scheinargument. Diese Mittel seien längst überfällig, um die bestehenden Aufträge zu realisieren.
Knackpunkt ist für Deinege, der mehrere Jahre Chef im Görlitzer Waggonbau war, die Absicht von Bombardier, die Wagenkastenproduktion für den neuen ICE nach Breslau zu verlagern. Damit würde in Görlitz nur noch ein Restwerk verbleiben. Der Konzern habe in Polen 40 Millionen Euro investiert, um die Produktion des ICX von Görlitz zu übernehmen. Deinege forderte Politiker, Gewerkschafter und Betriebsräte auf, Druck auf Bombardier auszuüben, damit Görlitz nicht zur verlängerten Werkbank wirde, die schnell und einfach zu verkaufen wäre.