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Görlitzer Oberbürgermeister vereidigt

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Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu will seine Kräfte für die Entwicklung der Stadt als Lebens-, Wirtschafts- und Bildungsstandort einsetzen. „Lassen sie uns gemeinsam mit mehr Bürgerstolz, Kreativität und Mut unseres Europastadt voranbringen“, sagte Ursu heute zu seiner feierlichen Amtseinführung. An die Skeptiker appellierte er, nicht alles in Frage zu stellen, sondern Vertrauen zu haben. Ursu reichte ihnen die Hand, die Zukunft der Stadt mitzugestalten. „Wir brauchen gut bezahlte Arbeitsplätze, um die sozialen Probleme bekämpfen und uns die Stadthalle, das Theater, die Straßenbahn, den Tierpark und vieles andere mehr leisten zu können“, sagte der 51-Jährige.

Um neue Einwohner für Görlitz zu begeistern, müsse die Stadt auch mit Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit punkten. So soll das Ordnungsamt personell verstärkt und das Alkoholverbot auf Plätzen vor Schulen in der Innenstadt wieder eingeführt werden. Der OB möchte, dass Görlitz als sichere und lebenswerte Stadt der Tradition und Moderne wahrgenommen wird.

Ursu wurde von Jana Lübeck vereidigt. Anschließend legte sie ihm die gut 500 Gramm schwere silberne Amtskette an. Lübeck ist Mitglied der Linkspartei-Fraktion im Stadtrat. Die 34-Jährige ermunterte den Oberbürgermeister, neue Wege zu gehen und Spartendenken aufzubrechen. „Bleiben Sie hartnäckig!“. Der CDU-Politiker Ursu hatte sich gewünscht, dass Lübeck die Vereidigung vornimmt. Beide waren Kollegen im Görlitzer Theater – er Trompeter, sie Orchesterdisponentin.

Nach der feierlichen Vereidigung gab Ursu einen Bürgerempfang vor dem Theater.

Ursu war im Mai im zweiten Anlauf zum Oberbürgermeister gewählt worden. Er erhielt  55,2 Prozent der Stimmen. Sein Konkurrent Sebastian Wippel kam auf 44,8 Prozent.