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Görlitzer Polizei mit peinlicher Panne

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Der Polizei in Görlitz ist eine folgenschwere Panne unterlaufen. Sie hat einen vertraulichen Bericht über die Beobachtung eines Fotografen aus der linken Szene statt an die Göttinger Kollegen an den Anwalt des Betroffenen geschickt.So kam heraus, dass die Polizei  den Göttinger Fotografen auf dem  Rechtsrockfestival am ersten Novemberwochenende in Ostritz beobachtet habe, obwohl er  offenbar gar nicht zur Beobachtung ausgeschrieben war, so Anwalt Sven Adam. Er reichte Klage ein.  Die Polizei in Görlitz bestätigte die Panne und bat um Entschuldigung. Sie sei beim Versenden des Berichts passiert. Die Polizei in Göttingen erklärte, dass der Fotograf nicht zur Beobachtung ausgeschrieben, wohl aber in polizeilichen Auskunftssystemen gespeichert ist.   Anlass ist nach einem Bericht des „Göttinger Tageblatts“ ein Strafverfahren aus dem Jahr 2012 gewesen. Nach dem Bericht wurde der Fotograf auf dem Neonazifestival von der Polizei kontrolliert. Die Information, dass der Fotograf auf dem von Gegenprotesten begleiteten Festival war, wollte die Görlitzer Polizei dann nach Göttingen weiterreichen. Wie der NDR berichtete, habe die Polizei den Fotografen nicht als Teilnehmer der Proteste, sondern als vor Ort tätigen Fotojournalisten erfasst.