Görlitzer Tiertöter-Urteil angefochten
Der grausame Tod eines Huskys wird ein Fall für das Landgericht Görlitz. Gegen das erstinstanzliche Urteil sind Rechtsmittel eingelegt worden. Das Amtsgericht Görlitz hatte vor einer Woche Mutter und Tochter schuldig gesprochen. Sie ließen ihren Hund verhungern. Dafür erhielten sie sechs Monate Gefängnis bzw. vier Wochen Arrest. Husky "Elvis" hatte weder gebellt noch gewinselt. Das war ihm schon im Welpenalter ausgetrieben worden. Der Husky-Mischling wurde nur ein Jahr alt. Er starb im vergangenen Sommer qualvoll, eingesperrt bei über 30 Grad in einem engen Raum in einer Wohnung in Reichenbach bei Görlitz. Das tote, bis auf die Knochen abgemagerte Tier wurde später aus einer Jauche-Grube gefischt.
Das Schicksal des kleinen Hundes war Mutter und Tochter egal. Sie ließen ihn verdursten und verhungern. Die Mutter hatte zwei Wochen Urlaub bei ihrem Freund gemacht. Zurück blieb die damals 17-jährige Tochter. Sie hatte sich aber nicht um das Tier geschert. Auf die Frage des Richters, warum sie Elvis nicht versorgt habe, antwortete sie: "Ich hatte keinen Bezug, keine Bindung zu dem Hund". Sie habe auch der Mutter gesagt, dass sie sich nicht um Elvis kümmern werde.