Görlitzer Wasserwerk wird erweitert - was künftig heraus gefiltert werden kann
Was denken Sie, wie viel Wasser verbrauchen wir im Durchschnitt? 85 Liter? 100 Liter? Nein, es sind laut Umweltbundesamt knapp 130 Liter pro Tag. Und jedes Stadtwerk, jeder Versorger verspricht: Wir haben das beste Wasser. So auch die Görlitzer Stadtwerke. Sie nehmen derzeit viel Geld in die Hand, um die Trinkwasserversorgung für die rund 67.000 Abnehmer langfristig zu sichern.
Dafür wird das Wasserwerk im Stadtteil Weinhübel erweitert. Damit können dann mit Aktiv-Kohle-Filtern sogenannte anthropogene Spurenstoffe herausgelöst werden, wie z.B. Rückstände von Pharmaka und Pflanzenschutzmitteln. Die Inbetriebnahme ist für nächstes Jahr vorgesehen. Rund sechs Millionen Euro werden dafür investiert. Trinkwasser werde aber auch künftig zu erschwinglichen Preisen angeboten, versicherte Stadtwerkechef Matthias Block.
Einen langfristig positiven Effekt bei der Preisgestaltung könnte ein einheitliches Netz mit der Nachbarstadt Zgorzelec mit über 30.000 Verbrauchern haben. Damit käme das Trinkwasser für rund 100.000 Kunden aus einer Hand. In einem Bereich nimmt die Kooperation zwischen beiden Städten schon Gestalt an. So sollen die zwei Fernwärmenetze verbunden werden. Die EU hat für die Förderung des grenzüberschreitenden Projekts schon grünes Licht gegeben.
Zahlen und Fakten zur Görlitzer Trinkwasserversorgung:
Die Stadtwerke Görlitz versorgen rund 57.000 Einwohner von Görlitz mit Trinkwasser und weitere 10.000 Einwohner aus Umlandgemeinden.
Sie verbrauchen täglich bis zu 12.000 Kubikmeter aus der Leitung.
Das Leitungsnetz ist rund 700 Kilometer lang.
Jährlich werden 400 Wasserproben genommen.
Im Wasserwerk Görlitz-Weinhübel können täglich bis zu 14.000 Kubikmeter Trinkwasser aufbereitet werden. Es wird anschließend in die Hochbehälter an der Landeskrone (Fassungsvermögen: 15.000 Kubikmeter) sowie in den Wasserturm (400 Kubikmeter) und in den Speicher am Turm ( 4.000 Kubikmeter) gepumpt.