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Görlitzer Wirtin sauer - Brunnen soll in Biergarten

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Langsam sinken die Inzidenz-Zahlen. Die Gastwirte freuen sich, dass sie bald wieder aufmachen dürfen, zunächst zwar nur die Biergärten und Café-Terrassen. Aber immerhin, das ist ein Anfang. Auch Renate Kruppas möchte bald wieder Gäste vor ihrem Görlitzer Restaurant „Schwibbogen“ bewirten. Aber ihre Vorfreude wird getrübt. 

Renate Kruppas zeigt auf einen kleinen roten Kreis auf dem Pflaster. Genau dort soll er hin. Dort, wo Tisch 50 steht. Mitten in ihrem Biergarten – ein Trinkwasserbrunnen! Die Stadt will es so –  aber nicht die Schwibbogen-Wirtin. „Stellen Sie sich vor: Meine Gäste sitzen im Biergarten. Da kommen Passanten, holen sich Wasser aus dem Brunnen. Die Gäste werden vollgespritzt. Das ist doch nicht in Ordnung.“

Die Stadt habe ihr empfohlen, den Biergarten direkt an ihr  Restaurant  heranzurücken. Dann aber säßen die Gäste in der Durchgangszone zum Klosterplatz. Warum gerade ein Trinkwasserbrunnen mitten in ihrem Biergarten? Es gäbe doch  auch Alternativstandorte, zum Beispiel an der Görlitz-Information, findet Kruppas.

Wir haben bei der Stadt angefragt, ob es eine andere Lösung für den Trinkwasserbrunnen auf dem Obermarkt gibt, und warten auf die Antwort - wie auch Renate Kruppas.  Seit fast 25 Jahren schon bewirtet sie die Gäste im Görlitzer „Schwibbogen“.  

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Reporter Knut-Michael Kunoth