Görlitzer Wissenschaftler wollen Regenwürmer retten
Görlitzer Senckenberg-Wissenschaftler haben es geschafft, dass vom Aussterben bedrohte Regenwürmer jetzt in die „Rote Liste“ aufgenommen worden sind. Dazu gehören auch Bodenlebewesen wie Hundert- und Doppelfüßer. Vorausgegangen war eine umfassende Bestandsaufnahme.
Das wird viele Bauherren und Planer mächtig wurmen: Sie müssen künftig nicht mehr nur darauf achten, ob ihre Straße durch ein Brutgebiet des Ortolans verläuft oder die Feriensiedlung im Gebiet des Brachpiepers liegt.
Als bestandsgefährdet gelten zwei Regenwurmarten. 20 Prozent der Doppelfüßer und drei Arten der Hundertfüßer sind extrem selten. In einem Quadratmeter Erde können, so fanden die Senckenberg-Wissenschaftler aus Görlitz heraus, bis zu hundert Millionen Tiere leben. Sie halten die Böden fruchtbar.
Kleiner Trost: Über die Hälfte der Würmer werden als nicht gefährdet eingestuft.