Görlitzerin angeblich mit Waffe bedroht - schwierige Beweislage
Ein Görlitzer soll seine Nachbarin mit einem Luftgewehr bedroht und von ihr Lebensmittel gefordert haben. Er soll seine Freundin geschlagen und gewürgt und Hausfriedensbruch begangen haben. Außerdem wurde er beim Schwarzfahren erwischt. Seit heute steht der 54-Jährige in Görlitz vor Gericht. Von der Anklage wird am Ende aber offenbar nicht viel übrig bleiben. Die angeblich mit der Waffe bedrohte Rentnerin kann nicht mehr vernommen werden. Sie ist dement. Die Freundin des Angeklagten kann sich an nichts mehr erinnern. Sie hatte – wie der Angeklagte – viel Alkohol getrunken. Die Schwarzfahrt und den Hausfriedensbruch gab der Arbeitslose zu. Er sitzt seit fünf Monaten in Untersuchungshaft, hat in dieser Zeit keinen Alkohol getrunken. Vorher waren es täglich zehn bis 15 Flaschen Bier. Der Prozess am Landgericht Görlitz wird fortgesetzt.