Goldene Zeiten für Görlitzer Silberschmiedekunst
Die Görlitzer Silberkammer wird neu aufgebaut. Sie soll durch weitere Schätze ergänzt werden. Zuletzt hatte die Stadt im vergangenen Sommer zwei Kelche geschenkt bekommen. „Das war eine Sternstunde für uns“, so Kunsthistoriker Kai Wenzel.
Die alte Görlitzer Silberkammer umfasste einst knapp 30 Objekte. Sie wurden kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges ausgelagert (versteckt unter der Freitreppe der Ruhmeshalle - heute Dom Kultury) und gelten seitdem offiziell als verschollen. Wenzel vermutet einen Teil in Polen – wie auch andere Stücke des Kunstsammlungsbestandes. „Wir erfahren immer wieder von Objekten aus ehemals Görlitzer Museumsbesitz, die sich in polnischen Museen befinden“.
Görlitz galt in der Barockzeit als überregionaler Standort der Gold- und Silberschmiedekunst. „Das ist heute weniger bekannt, weil die alte Sammlung verloren gegangen ist“, so Wenzel. In der Silberkammer soll die Bedeutung des Handwerks gezeigt werden.