Goldfischdieb von Weißwasser verurteilt

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Das Amtsgericht Weißwasser hat einen Goldfischdieb zu einer Geldstrafe von rund 3.500 Euro verurteilt. Der Drogensüchtige war mit Kescher und Fischfutter losgezogen. Aus Teichen in Kleingartenanlagen in Weißwasser angelte der 30-Jährige  Goldfische und Koi-Karpfen – insgesamt 84 Exemplare, so der ursprüngliche Vorwurf der Staatsanwaltschaft.  

Ja,  er habe Goldfische geangelt, aber nur einige wenige, gestand der Angeklagte. Die Beute benutzte er als Köder zum Angeln. Damit holte er einen  Zander und einen Hecht aus dem Wasser. Die Kois habe er aber nicht gestohlen. Dem Richter versprach er, dass er sein Leben um 180 Grad ändern und eine Langzeitsuchttherapie aufnehmen will.

In den Schuldspruch wurden ein Fahrraddiebstahl und die Beleidigung einer Polizistin einbezogen sowie ein Urteil aus Berlin – er hatte seiner schwangere Freundin in den Daumen gebissen. Der Vater eines sechs Monate alten Jungen saß bereits im Gefängnis. Sein Vorstrafenregister umfasst 17 Einträge. Er hat zur Zeit keinen Job. Ausbildungen zum Koch und Maler brach er ab.