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Gottesdienst in Cunewalde ohne Lichterzug

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Der Weihnachtsgottesdienst  in der größten evangelischen Dorfkirche Deutschlands in Cunewalde wird diesmal unter Pandemiebedingungen gefeiert. Nur 180 der über 2.600 Plätze dürfen besetzt werden. Auf den traditionellen Lichterzug müssen die Besucher verzichten. Die 30 bis 40 Lichterträger würden dicht an dicht stehen. Das Infektionsrisiko sei zu hoch, sagte uns Pfarrer Friedemann Wenzel.

Zwei von drei Kirchenbänken müssen frei bleiben. So wird der Weihnachtsgottesdienst im relativ kleinen Kreis gefeiert. Für die Christvesper heute  wurden alle Plätze schon vergeben. Am ersten und zweiten Feiertag ist noch etwas frei.

Der Lichterzug:

Die dreistöckigen Leuchter ersetzten einst den teuren Christbaum in den Umgebindehäusern der Oberlausitz. Der Lichterzug in Cunewalde wurde vor rund 200 Jahren anstelle des Krippenspiels eingeführt, weil die Darsteller in dem großen Kirchenraum nicht überall zu verstehen waren. Mittlerweile ist das Gotteshaus zwar mit Lautsprechern ausgestattet, doch mit der Tradition soll nicht gebrochen werden.

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Reporter Knut-Michael Kunoth