Grippe und Erkältungen bremsen Streikfreude der Lehrer in der Oberlausitz
Hurra, keine Schule! Viele Klassenzimmer in der Oberlausitz sind heute verwaist. Die Lehrer lassen die Kreide fallen. Sie fahren nach Dresden, um gemeinsam mit ihren Kollegen aus den anderen Teilen Sachsens vor dem Finanzministerium zu demonstrieren. Mit dem Warnstreik wollen die Gewerkschaften den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen erhöhen. Sie fordern sechs Prozent mehr Geld für die Lehrer. Außerdem verlangen sie eine neue Entgeltstufe. In den Genuss sollen langjährige Lehrer kommen.
Die Streikbeteiligung wird aber voraussichtlich nicht so hoch sein wie vor zwei Jahren. Und nur ein Teil der Lehrer, die mitmachen, fahren zur Kundgebung nach Dresden. Erkältungen und die Grippe sind die Streikbrecher. Cathrin Schaad, stellvertretende Vorsitzende des GEW-Kreisverbandes Bautzen rechnet mit einer Streikbeteiligung zwischen 60 und 70 Prozent. Der GEW-Bereich umfasst die Regionen Bautzen, Bischofswerda, Löbau, Zittau, Weißwasser und Hoyerswerda.
Rund 180 Lehrer aus den Regionen Görlitz und Niesky werden nach Einschätzung von Bernd Kaiser von der GEW dem Warnstreikaufruf folgen. Vor zwei Jahren seien es doppelt so viele gewesen. Kaiser hat vier Busse organisiert.
In einigen Schulen in der Oberlausitz soll komplett der Unterricht ausfallen. Dazu gehören z. B. die Oberschule Görlitz-Rauschwalde, die Förderschule Am Schützenplatz in Bautzen und die Mättig-Grundschule Bautzen. Eine Betreuung für Grund- und Förderschüler ist garantiert.