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Großbrand in Kirschau - Feuer noch nicht unter Kontrolle - Löscharbeiten dauern an

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Der Großbrand in Kirschau ist noch immer nicht unter Kontrolle. Die "Wir führen einen massiven Lösch­an­griff von mehreren Seiten",  sagte Einsatz­leiter und Kreis­brand­meister Rene Beddies unserem Sender.  Es handelt sich um ein sehr großes, mehrge­schos­siges Gebäude mit Anbauten und Halbe­tagen. Außerdem sind durch das Feuer Teile des Dachs einge­stürzt. Das mache die Lösch­ar­beiten so schwierig.Am Morgen war in der Kirschauer Textil GmbH vermut­lich an einer Maschine ein Feuer ausge­bro­chen. Die Flammen breiteten sich rasend schnell aus und griffen auf fast die gesamte Fabrik über. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die Frühschicht  konnte sich recht­zeitig in Sicher­heit bringen. Bis zu 270 Einsatz­kräfte waren bis zum Mittag im Einsatz. 18 Feuer­wehren mit über 50 Fahrzeugen eilten zum Brandort - sogar aus Hoyers­werda. Techni­sches Hilfs­werk, Rettungs­dienst und eine Katastro­phen­schutz-Spezi­al­ein­heit des Landkreises Bautzen wurden alarmiert. Die dicke schwarze Rauch­wolke war bereits aus 30 Kilometer Entfer­nung sichtbar. Der Wind trieb den Qualm in Richtung Bautzen.  Bewohner in Großpost­witz und Umgebung wurden aufge­for­dert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Erste Messungen ergaben inzwi­schen, dass offenbar keine Giftstoffe freige­setzt wurden. "Wir halten die Warnung aber weiter aufrecht", so Beddies. Der  Flugplatz Bautzen wurde vorüber­ge­hend für den Luftver­kehr gesperrt. Die Lösch­ar­beiten gestal­teten sich schwierig weil der Wind immer wieder den Brand anfachte. Die Flammen breiteten sich über Geschoss­de­cken aus. Teile des Fabrik­ge­bäudes, in dem Scheu­er­tü­cher und Einpack­de­cken herge­stellt wurden, stürzten ein. Die Kirschauer Textil GmbH ist mit fast 100 einer der größten Betriebe der Region. Ein schlimmer Anblick, so Bürger­meister Sven Gabriel, der gleich am Morgen an den Brandort geeilt war. "Die Produk­tion lief, die Firma stand auf solider Grund­lage", sagte Gabriel unserem Sender. Der Unter­nehmer habe viel Geld in den Betrieb gesteckt. Das Werk sei umfas­send saniert worden. Die Kripo wird mit den Ermitt­lungen beginnen, sobald die Lösch­ar­beiten beendet und der Brandort abgekühlt ist. In der Textil­fa­brik brannte es schon einmal - vor neun Jahren.

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Reporter Knut-Michael Kunoth