Großpostwitzer Firma gibt 22-jährigem Afghanen eine Chance
In der Oberlausitz leben rund 400 Asylbewerber unter 25 Jahren. Viele von ihnen hocken Tag ein Tag aus in ihren Unterkünften und drehen Däumchen. Eine Lehrstelle zu bekommen und anschließend Arbeit, das ist schwer. Da sind nicht nur die Sprachbarrieren, auch schulische und fachliche Voraussetzungen fehlen häufig oder schlummern im Verborgenen.Kompetenzen und Interessen aufzuspüren, die jungen Leute fitzumachen für Ausbildung und Arbeit, das will die Arbeitsagentur in drei Trainingsprojekten in Bautzen und Görlitz. Zu den 30 Asylbewerbern gehört auch Schamsullah Safi aus Afghanistan. Der 22-Jährige möchte Maurer werden. In den vergangenen sechs Monaten stellte er im Berufsfortbildungswerk Bau Sachsen unter Beweis, dass er das Zeug dazu hat. Er machte ein Praktikum bei der Reno Bau GmbH Großpostwitz und überzeugte den Chef. "Ein Glücksfall für mich", so Geschäftsführer Uwe Nostiz. Er will Safi übernehmen. Der Afghane beginnt nun mit einer sechsmonatigen Einstiegsqualifizierung in der Firma.