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Großröhrsdorfer Kirche wird wiederaufgebaut

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Nach dem Kirchenbrand in Großröhrsdorf wird wieder ein Gotteshaus errichtet. Das hat der Kirchvorstand beschlossen. Ob Neu- oder Wiederaufbau, darüber werde entschieden, wenn klar sei, was von der alten Kirche übrig sei und einbezogen werden könne, sagte Pfarrer Stefan Schwarzenberg. Die Entscheidung  des Kirchenvorstands bezeichnete der Pfarrer als Signal. Die Trauer über den Verlust, diese Wunde werde in ein paar Jahren geschlossen. „Es wird auf unserem Kirchberg ein Gotteshaus geben für die Zukunft, wir wollen eine neue Kirche bauen.“ Unterdessen reißt die Hilfsbereitschaft nicht ab. Auf dem Spendenkonto der Großröhrsdorfer Kirchgemeinde sind inzwischen fast eine Viertelmillion Euro eingegangen.

Die Barockkirche wurde vor drei Wochen ein Raub der Flammen. Große Teile, darunter wertvolle Kunstwerke,  wurden zerstört. Die Polizei ermittelte einen 40-jährigen Mann aus einem Ort bei Pulsnitz als mutmaßlichen Brandstifter. Er gestand die Tat.

Die Ruine steht vor der Enttrümmerung, eine Firma sei damit beauftragt und könne sofort anfangen, wenn die Polizei den Brandort freigibt. Dann müssten zuerst Kupferblech vom Turmstumpf abgehoben und die vier 1919 in dem Ort gegossenen Stahlglocken mit Spezialkränen geborgen werden. Sie waren in der Brandnacht ins Innere des Turms gestürzt und hatten sich dort verkantet. Danach werde im Kirchenschiff beräumt, was zur Brandursachenermittlung noch nicht entfernt wurde. „Dabei wird langsam vorgegangen, falls noch wertvolle Dinge geborgen werden können“, etwa Reste von Abendmahlsgeräten. Einsturzgefahr bestehe nicht mehr, so Schwarzenberg.  (dpa/red)