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Grünes Licht für Seenlandbahn - aber nur samstags

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Die Seenlandbahn nimmt wieder Fahrt auf. In den Sommerferien pendeln Dieseltriebwagen der Städtebahn von   Kamenz und Bernsdorf nach Senftenberg – doch vorerst nur an sieben aufeinanderfolgenden Samstagen je zwei Zugpaare. Die Bahnlinie Dresden – Kamenz wird dafür verlängert.  An den Sonntagen stehen die Signale auf Rot, weil die Deutsche Bahn kein Personal hat, die Stellwerke zu besetzen.Vor fast genau 21 Jahren fuhr auf der Strecke der letzte Personenzug. Kamenz hatte bis dahin eine direkte Bahnverbindung nach Senftenberg und weiter bis in den Spreewald.  Am 23. Mai 1998 wurde der Zugverkehr abbestellt.  Seitdem rollen nur Güterzüge über den für Tempo 100 ausgelegten Schienenstrang.

2014  startete die Seenlandbahn. Die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde boten in den Sommerferien mit Triebwagen aus DDR-Zeiten, der sogenannten Ferkeltaxe, touristische Fahrten an. Nun steht die Städtebahn Sachsen in den Startlöcher. Sie betreibt die Linie Dresden-Radeberg-Kamenz.  Der Bernsdorfer Bürgermeister Harry Habel sieht in der Seenlandbahn langfristig nicht nur eine Touristenbahn. Er kann sich eine S-Bahn-Verbindung vorstellen. Die Wiederinbetriebnahme der Strecke Kamenz – Senftenberg ist eine der 24 Maßnahmen in einem Sofortprogramm, auf das sich  Anfang April von Bund und Land geeinigt hatten. Sofort – das kann aber etwas länger dauern. So rechnen Verkehrsexperten damit, dass frühestens in drei Jahren wieder regelmäßig Personenzüge auf der Strecke fahren.

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Reporter Knut-Michael Kunoth