Grundstein für Görlitzer Stadthallenanbau wird im Herbst gelegt
Für den Anbau der Görlitzer Stadthalle wird in diesem Herbst der Grundstein gelegt. Das sagte uns Rathaussprecherin Annegret Oberndorfer. Dieser Akt soll auch den offiziellen Auftakt für die Sanierung und Modernisierung im historischen Bau markieren. Die meisten Vorbereitungen sind schon passiert.
So wurde die Entkernung weitestgehend abgeschlossen. Die wertvolle Sauer-Orgel muss aber noch gesichert werden. Das soll eine Spezialfirma übernehmen. Eine Orgelwerkstatt wird einen Großteil des Instruments ausbauen und einlagern. Bauteile, die beschädigt werden könnten, bleiben da und erhalten eine schützende Hülle.
Die Orgel gilt als einzige original erhaltene Konzertorgel mit spätromantischer Klangfarbe. Sie wurde 1910 erbaut und ist damit so alt wie die Görlitzer Stadthalle.
Voraussichtlich Anfang 2029 soll die Stadthalle als Kongress- und Kulturzentrum öffnen. Projektmanager Henning Wossidlo ist sich sicher, dass gleich im ersten Betriebsjahr 200 Veranstaltungen stattfinden werden. Für die Sanierung der Görlitzer Stadthalle stehen fast 51 Millionen Euro bereit – 90 Prozent haben Bund und Land beigesteuert.
Seit 2005 ist die Halle zu. Sie wurde damals baupolizeilich gesperrt. In den vergangenen Jahren erfolgten Sicherungsarbeiten. Das Gebäude drohte einzustürzen. Der Große Saal des 1910 errichteten Jugendstilbaus ist mit über 1.000 Plätzen der größte Veranstaltungssaal zwischen Dresden und Breslau.