Gutachten belastet Angeklagten im Bautzener Vergewaltigungsprozess
Gutachten belastet Angeklagten im Bautzener Vergewaltigungsprozess. Im Blut des Opfers sei in einer hohen Konzentration der Wirkstoff (Lorazepam) des bewusstseintrübenden Medikaments „Tavor“ festgestellt worden. Die Menge entspreche zwischen zehn und 20 Tabletten, sagte heute eine Gutachterin aus. Mit dem Mittel würden Patienten ruhiggestellt, sie könnten sich dann an nichts mehr erinnern, erklärte die Diplom-Chemikerin.
Dem Angeklagten wird vorgeworfen, das Medikament seiner Freundin in den Kaffee gemischt und die 58-Jährige danach siebenmal vergewaltigt zu haben. Den Ermittlungen zufolge kannte er die Wirkung des Mittels, da es ihm selbst verschrieben worden war. Der 56-Jährige äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen.