Halle brennt wieder in Görlitz
Es brennt wieder auf dem Autoservice-Gelände an der Reichenbacher Straße in Görlitz. Im vorderen Teil der Halle seien Glutnester wieder aufgeflackert, sagte uns Ingolf Höntsch von der Berufsfeuerwehr Görlitz. Sie werden zur Stunde gelöscht. "Wir bleiben jetzt mit der Drehleiter und einem Löschfahrzeug draußen und blasen Schaum in das durch das Feuer gerissene Loch. Es wird sich noch eine Weile hinziehen", so Höntsch. Bei dem Großbrand am vergangenen Montag war die Halle ausgebrannt. Im vorderen Bereich blieb aber ein rund zehn Meter großes Stück des Dachstuhls stehen. Dort brach heute das Feuer wieder aus.Nach dem Großbrand am vergangenen Montag in Görlitz prüfen die Ermittler auch, ob der Beschuldigte Alkohol getrunken hatte. Es bestehe der Verdacht, sagte uns Staatsanwalt Christopher Gerhardi. Er verwies auf die noch ausstehenden Ergebnisse der Blutalkoholuntersuchung. Gründe für einen Haftantrag gegen den 31-Jährigen bestünden nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht. Der Mann wird verdächtigt, den Brand fahrlässig verursacht zu haben. Eine denkmalgeschützte Halle, in der sich Autowerkstätten befanden, brannte aus. Nach einer ersten Schätzung entstand ein Schaden von mehr als einer Million Euro.Inzwischen hat die Stadtverwaltung Kontakt zu den betroffenen Autoservice-Firmen aufgenommen. Es soll ausgelotet werden, wo die Stadt helfen kann. Das sagte uns Bürgermeister Michael Wieler. Durch das Feuer am vergangenen Montag wurden Autowerkstätten, eine Lackiererei und Glaserei zerstört. Der Schaden wird auf über eine Million Euro geschätzt. Ein 31-Jähriger Mitarbeiter soll den Brand verursacht haben. Ihm wird fahrlässige Brandstiftung vorgeworfen. Der Mann hatte an einem Auto hantiert. Nach unseren Informationen unseres Senders soll er mit einem Akkuschrauber ein Loch in den Tank gebohrt haben, damit der Kraftstoff herausläuft. Das bestätigte die Polizei aber bislang nicht. Dabei kam es zu einer Explosion. Eine 45 mal 25 Meter große und zehn Meter hohe Halle brannte völlig aus. Es steht nur noch die Backsteinhülle. Vier Mitarbeit wurden verletzt. Darunter ist auch der 31-Jährige. Er hatte sich beim Löschen verletzt.Dabei erlitt er Brandwunden.Die Backsteinaußenmauern der denkmalgeschützten Halle haben den Flammen stand gehalten. Allerdings bestehe im Inneren Einsturzgefahr, sagte uns Ingolf Höntsch von der Görlitzer Berufsfeuerwehr. Das Gebäude wurde weiträumig mit einem Bauzaun abgesperrt. Der Brandschaden wird auf über eine Million Euro geschätzt. In der Halle standen teure Maschinen und Geräte. Abgestellt waren 18 Fahrzeuge, darunter auch Oldtimer, so z.B. M ein Mercedes, Baujahr 1938 und ein Bentley, Baujahr 1936. Die betroffenen Autoservice-Firmen haben alles eingebüßt. Als die ersten Feuerwehren eintrafen, brannte es schon in voller Ausdehnung. Eine dicke schwarze Rauchsäule stieg auf. Sie war kilometerweit zu sehen. "Das aus Teerpappe bestehende Dach war schon durchgebrannt, als wir eintrafen", sagte uns der Diensthabende der Görlitzer Berufsfeuerwehr, Ingolf Höntsch. Bis in die Nacht zu Dienstag wurden Flammen- und Glutnester gelöscht. Vom Hauptgebäude der Autowerkstatt und –lackiererei an der Reichenbacher Straße steht nur noch die Hülle. Der denkmalgeschützte Ziegelbau ist ausgebrannt. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass die Flammen auf angrenzende Firmengebäude übergriffen.Alle verfügbaren Feuerwehrleute der Stadt und Umgebung wurden angefordert, so z.B.auch Freiwillige Feuerwehren aus Pfaffendorf, Kodersdorf, Rothenburg, Niesky, Beiersdorf und Herrnhut. Mit dem THW, den Rettungskräften und der Polizei waren rund 150 bis 200 Einsatzkräfte vor Ort.