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Hallenbad Kamenz und Körsetherme Kirschau bis Ende 2020 gesichert

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In der Körsetherme Kirschau und im Kamenzer Hallenbad gehen nicht die Lichter aus. Der Weiterbetrieb ist bis Ende 2020 gesichert und damit auch das Schulschwimmen an beiden Standorten.  Dafür hat am Abend der Kreistag mehrheitlich grünes Licht gegeben. Die beiden Bäder werden bis Ende 2020 mit Zuschüssen aus der Kreiskasse über Wasser gehalten. Akute Notlage durch gestiegene PersonalkostenSo erhält die Körsetherme für dieses Jahr 250.000 Euro und für die beiden folgenden Jahre je 200.000 Euro. Der Zweckverband sieht sich in einer akuten Notlage, bedingt vor allem durch den Anstieg der Personalkosten. Kassenkredite wurden aufgenommen, die aber nicht bedient werden können. Die Landesdirektion Sachsen fordert  eine Umlage von 500.000 Euro in diesem Jahr und jeweils 400.000 Euro für 2019 und 2020. Allein kann der Zweckverband diese Summen nicht aufbringen. Der Landkreis gibt die Hälfte dazu. Sanierungsbedarf in beiden Bädern Beim Hallenbad Kamenz, das vom Kreis getragen wird,  läuft ein jährliches Defizit von 190.000 bis 215.000 Euro auf. Außerdem ist die Sanierung des mehr als 20 Jahre alten Baus dringend notwendig. Der Landkreis macht eine Sanierung davon abhängig, ob sich die Stadt  mit an den Kosten für den laufenden Betrieb beteiligt. 20 Prozent hatte im März dieses Jahres die Landkreisverwaltung ins Gespräch gebracht. Kamenz habe signalisiert, einen "Sitzgemeindeanteil" zu übernehmen, so der stellvertretende Landrat Udo Witschas. Es gebe Gespräche.Sanierungsbedarf herrscht auch in der Körsetherme Kirschau. SPD-Kreisrat Roland Fleischer warf dem Zweckverband Schlamperei vor. Es sei in den vergangenen 20 Jahren  in den Erhalt der Anlage kaum investiert worden.  „Der Zweckverband ist sehenden Auges in diese Situation gesteuert“, kritisierte Fleischer.

Begehrlichkeiten werden geweckt

„Mit dem Beschluss kaufen wir uns Zeit“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Matthias Krahl: "Diese Zeit sollten wir nutzen, um nach neuen Betreibermodellen zu suchen".  Benötigen die Bäder auch nach 2020 noch Zuschüsse,  dann  müssten die  Bäder in Hoyerswerda und Bautzen auch berücksichtigt werden, ergänzte der Kreistag seinen Beschluss.  Begehrlichkeiten wurden schon geweckt. So hat der Hoyerswerdaer  Oberbürgermeister Stefan Skora Zuschussbedarf angemeldet. Der Landkreis helfe nur in Notlagen, stellte der stellvertretende Landrat Udo Witschas. Ihm sei nicht bekannt, dass das Lausitzbad Hoyerswerda existenzielle Hilfe brauche.

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Udo Witschas, stellvertretender Landrat