Handwerk in der Niederlausitz wartet noch immer auf Novemberhilfe
Viele Handwerksbetriebe in der Niederlausitz haben die Nase voll. Sie warten noch immer auf die versprochene Novemberhilfe. Jedes dritte Unternehmen hat bislang kein Geld bekommen. Das geht aus einer heute veröffentlichten Blitzumfrage der Handwerkskammer Cottbus hervor.
Gut ein Viertel der Betriebe beantragte im Oktober wirtschaftliche Hilfe. Rund ein Fünftel bekam lediglich einen Teil der Ausfälle erstattet. Je länger dieser Zustand andauere, desto prekärer werde es für die Firmen, so Handwerkskammerpräsident Peter Dreißig. Die November- und Dezemberhilfen müssten deshalb unverzüglich fließen – am besten noch vor Weihnachten und nicht erst im Januar.
Rund 70 Prozent der befragten Handwerksbetriebe fühlen sich direkt oder indirekt von der Corona-Pandemie betroffen. Vor allem Umsatzrückgänge werden beklagt. Hinzu kommen Kosten für Hygienemaßnahmen - im Durchschnitt 1.300 Euro pro Firma.
Die Betroffenheit der Unternehmen zeigt sich wie folgt:
- Weniger Kunden
- Umsatzeinbrüche, weil Kunden die Monteure nicht in die
Wohnungen lassen
- Schleppende Materiallieferungen
- Subunternehmen fallen aufgrund von Quarantäne aus
- Schließungen von Betrieben
- Wäscherei fehlen sämtliche Aufträge aus der Veranstaltungs-,
Hotel- und Gaststättenbranche
- Mehrere Baustellen von Privatkunden wurden auf das Frühjahr
verschoben
- Mobile Friseurin: Termine in Pflegeheimen fallen aus
- Mitarbeiter sind ständig abwesend (Quarantäne)
- Beeinträchtigung kommt erst, weil Investitionen zurückgehen
- Rückgang der öffentlichen Ausschreibungen
- Weihnachtsmärkte als Einnahmequelle fallen weg