Hans und Lotta nicht mehr auf dem Sender
Die beiden Lausitzer Wölfe Lotta und Hans sind nicht mehr auf Sender. Lotta wurde im April tot aufgefunden. Sie hatte sich einen blutigen Revierkampf geliefert. Das Funkhalsband von Hans wurde in der Königsbrücker Heide entdeckt. Die Muttern hatten sich gelöst. Und was ist mit Hans?
Ihm scheint es gut zu gehen. Er tappte kürzlich in eine Fotofalle – ohne Sendehalsband. Also der Beweis, dass er noch lebt. „On Air“ sind noch Juli und Peter und damit im Dienst der Wissenschaft. Wölfin Juli sendet derzeit Daten aus Mecklenburg-Vorpommern. Wolf Peter ist dagegen kein Herumtreiber. Er hält sich weiter in der Lausitz auf und ist vermutlich der Vaterwolf des Mulkwitzer Rudels.
Im Zuge der Neuausrichtung des Sächsischen Wolfsmanagements ist 2019 im Auftrag des Freistaats Sachsen ein mehrjähriges Landesprogramm zur Besenderung von Wölfen aufgelegt worden. Im Rahmen dieses Programmes soll das LUPUS – Institut für Wolfmonitoring und Wolfsforschung in Deutschland über die nächsten Jahre in verschiedenen Rudeln Wölfe mit Halsbandsendern ausstatten, um bessere Daten über die Raumnutzung von Wölfen in der sächsischen Kulturlandschaft zu erhalten. Die so gewonnenen Daten sind eine wertvolle Ergänzung zum herkömmlichen Wolfsmonitoring. Besonders in einer Region wie der sächsischen Oberlausitz, in dem der Wolfsbestand in den letzten Jahren nicht nur gewachsen ist, sondern sich auch weiter verdichtet hat.